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Die Internationale Gesellschaft der Anbieter für Antarktisreisen (IAATO) hat die neuesten Zahlen der vergangenen Antarktissaison 2017/18 zu Beginn seines Jahrestreffens in Newport, USA veröffentlicht. Seit ihrer Gründung 1991 hat die IAATO die Besucherzahlen in die Antarktis überwacht, analysiert und berichtet, um seiner Verpflichtung einer «Nur Fussspuren bleiben zurück»-Politik durch effektives Selbstmanagement und Regulierung seiner Aktivitäten gerecht zu werden.

Der Tourismus in die Antarktis hat im letzten Jahrzehnt zugenommen. Der faszinierenden Magie der Antarktis waren die Besucher erlegen. Um sicherzustellen, dass die Besuche in diese zerbrechliche Wildnis auch weiterhin umweltverträglich und nachhaltig sein werden, setzt die IAATO auf starke Regulierungsmassnahmen und einen klaren Verhaltenskodex, dem jedes Mitglied unterliegt. Bild: Michael Wenger
Der Tourismus in die Antarktis hat im letzten Jahrzehnt zugenommen. Der faszinierenden Magie der Antarktis waren die Besucher erlegen. Um sicherzustellen, dass die Besuche in diese zerbrechliche Wildnis auch weiterhin umweltverträglich und nachhaltig sein werden, setzt die IAATO auf starke Regulierungsmassnahmen und einen klaren Verhaltenskodex, dem jedes Mitglied unterliegt. Bild: Michael Wenger

Der Aufwärtstrend der Besucherzahlen seit 2011/12 hat auch in der vergangenen Saison angehalten. Die meisten Besucher, nämlich 41'996, reisten auf Schiffen, die auch Anlandungen anboten, in der Antarktis. Dies bedeutet eine Zunahme um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die sogenannten Flugexpeditionen, die zuerst mit dem Flugzeug zu den Südshetland-Inseln fliegen, um dort dann gleich auf ein Schiff zu steigen und die antarktische Halbinsel zu besuchen, steigerte sich um 6 Prozent auf 3'408 Besucher. Im Cruise-Only Sektor, das heisst auf einer von vier Schiffen, die keinerlei Anlandungen unternehmen, stieg die Zahl sogar um 22 Prozent auf 9'131 Gäste. Addiert man noch die 580 Touristen, die in das Innere des antarktischen Kontinents geflogen sind, waren insgesamt 51'707 Besucher in der Saison 2017/18 in der Antarktis. Dies bedeutet eine Zunahme um 17 Prozent insgesamt im Vergleich zum letzten Jahr. Dabei ist festzuhalten, dass alle Besucher einem strengen Verhaltenskodex und Regeln folgen mussten, die von der IAATO entwickelt und dem Antarktisvertrag angelehnt sind.

Besuche an Orten wie auf der subantarktischen Insel Südgeorgien sind Höhepunkte für Antarktisreisende. Strenge Regeln und Managementpläne stellen sicher, dass die antarktischen Tiere ungestört sind und so das Wildnis-Erlebnis für die Besucher maximiert wird. Bild: Michael Wenger
Besuche an Orten wie auf der subantarktischen Insel Südgeorgien sind Höhepunkte für Antarktisreisende. Strenge Regeln und Managementpläne stellen sicher, dass die antarktischen Tiere ungestört sind und so das Wildnis-Erlebnis für die Besucher maximiert wird. Bild: Michael Wenger

Was die Nationalitäten anbelangt, waren auch dieses Jahr die meisten Besucher US-Amerikaner, die rund 1/3 ausmachten, ähnlich wie letztes Jahr. Danach kamen Touristen aus China, die rund 16 Prozent ausmachten (plus 4%), Australier und Briten, die je 11 und 7 Prozent der Gesamtzahl stellten. Die Touristen aus Deutschland und der Schweiz schlugen mit 7, resp. 2 Prozent zu Buche. Der Geschäftsführer der IAATO, Dr. Damon Stanwell-Smith, erklärte: «Die Antarktis zu besuchen ist ein Privileg, dass auch mit der Verantwortung kommt, sie unberührt und sauber zu verlassen. Das Wachstum, das wir bei der IAATO verzeichnen, folgt einem globalen Aufwärtstrend, abgelegene Orte zu besuchen. Es zeigt sich dabei, dass diese Reisenden einen minimalen Einfluss auf diese Orte haben wollen. Die IAATO-Mitglieder haben das entsprechende Wissen und die Werkzeuge, um auf eine verantwortungsbewusste Art zu operieren und gleichzeitig sich für einen starken Umweltschutzgedanken bei den Gästen einsetzen können. Wir hoffen, so Botschafter für die Antarktis kreieren zu können, die sich zuhause für ihren Schutz und auch für die Umwelt einsetzen.» Die IAATO wird am kommenden Jahrestreffen der Antarktisvertragsstaaten in Buenos Aires diese Zahlen präsentieren und so hoffentlich zur Diskussion über effektive Managementpläne der menschlichen Aktivitäten in der Antarktis beitragen können.

Die IAATO besteht aus Betreibern und Anbietern und anderen Interessenvertreter für antarktischen Tourismus. Jedes Jahr trifft sich die Gesellschaft, um Wege und Möglichkeiten zu diskutieren und zu beschliessen, die einen umweltverträglichen und nachhaltigen Tourismus in der letzten wahren Wildnis dieses Planeten garantieren sollen. Geleitet wird die IAATO von einem sehr engagierten Sekretariat (im Bild zusammen mit AECO) Bild: IAATO
Die IAATO besteht aus Betreibern und Anbietern und anderen Interessenvertreter für antarktischen Tourismus. Jedes Jahr trifft sich die Gesellschaft, um Wege und Möglichkeiten zu diskutieren und zu beschliessen, die einen umweltverträglichen und nachhaltigen Tourismus in der letzten wahren Wildnis dieses Planeten garantieren sollen. Geleitet wird die IAATO von einem sehr engagierten Sekretariat (im Bild zusammen mit AECO) Bild: IAATO

Quelle: IAATO