Pinguin-Kot ist Grundlage für Artenvielfalt

Eselspinguine, Trinity Island, Antarktische Halbinsel, ©Vreni

Was Pinguine und Robben hinterlassen, fördert die biologische Vielfalt in der Antarktis. Wie niederländische und britische Forscher im Fachmagazin Current Biology berichten, finden sich in der Nähe von Pinguin- und Seeelefanten-Kolonien sogenannte Biodiversitäts-Hotspots – Gebiete mit besonders großer Artenvielfalt. Diese Hotspots sind bis zu 240-mal größer als die Tierkolonien selbst. Ein Kennzeichen der Hotspots ist, dass dort besonders viele Moos- und Flechtenarten zu finden sind. Zugleich kommen dort zwei- bis achtmal mehr Arten an wirbellosen Tieren vor wie in den benachbarten Arealen. Die Hotspots umfassen Bereiche, die mehr als 1000 Meter von den Grenzen der Kolonien entfernt sind.

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Fossile Spucke von antarktischem Schneesturmvogel erzählt dessen Geschichte

Die schneeweissen Vögel mit ihrem markanten schwarzen Schnabel sind echte Antarktisbewohner. Sie

Schneesturmvögel gehören zu Antarktika wie Gletscher und Pinguine. Die wunderschön weiss gefärbten Vögel sind die einzige Art, die auf Nunataks noch weit im Inland des antarktischen Kontinents brüten. Eine Besonderheit dieses Vogels ist sein Sekret, das er zum einen Nahrungsersatz für die Jungvögel verwendet, zum anderen als Verteidigung gegen Angreifer. Forscher aus Deutschland und Australien nutzen abgelagerte Sekrete, die mit der Zeit aushärten und beinahe fossilisieren, um mehr über diesen sehr speziellen Vogel zu erfahren und über die Vergletscherung Antarktikas.

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Antarktischer Eispanzer schmilzt schneller als bisher berechnet

Der antarktische Eisschild besteht tatsächlich aus zwei Teilen, einem westlichen und einem

Bisher betrachtete man den westantarktischen Eisschild als denjenigen Teil Antarktikas, der schneller und massiver vom Klimawandel beeinflusst wird, als die Ostantarktis. Doch einer brandneue Studie von internationalen Forschern rund um den bekannten Wissenschaftler Eric Rignot zufolge hat der Eispanzer Antarktikas in den vergangenen vierzig Jahren seinen Eismassenverlust versechsfacht. Ausserdem habe diese Schmelze den Meeresspiegel tatsächlich um 1.4 cm ansteigen lassen, schreiben die Forscher in ihrer Studie weiter.

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Mini-Mücken auf subantarktischer Insel im Fokus der Forschung

Die subantarktischen Südorkney-Inseln sind extrem abgelegene Inseln mitten im Südpolarmeer. Auf

Die Antarktis ist aufgrund seiner Lage Millionen von Jahren isoliert gewesen. Arten, die sich dort niedergelassen hatten, mussten viele Anpassungen vornehmen, um an die unwirtlichen Bedingungen angepasst zu sein. Nun ist eine kleine, eingeschleppte Mückenart auf einer subantarktischen Insel in den Fokus der Forschung geraten. Die Auswirkungen der fluglosen Mücke auf das Ökosystem scheinen aber jetzt schon beträchtlich zu sein.

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Antarktische Meeresvögel verhungern langsam wegen steigender Fischerei

Die Zahlen der Pinguine und vieler anderer Seevögel sind in den letzten 40 Jahren zwischen 25 und

Die steigende Nachfrage nach billigem Fisch und Meerestieren hat die Fischereiindustrie mittlerweile auch ins Südpolarmeer getrieben. Dort aber kommen die Schiffe in den Clinch mit den Meeresvögeln und ihrem Bedarf an Nahrung. Durch immer effizientere Fangmethoden haben Pinguine, Seeschwalben und andere Seevögel immer weniger Nahrung und werden so entsprechend ausgehungert. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von französischen und kanadischen Forschern.

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Mit Lasern den antarktischen Wolken auf der Spur

Um herauszufinden, wie superkalte Wolken entstehen und existieren, werden Forscher grüne

Die Erforschung des Wetters und Wetterphänomene ist ein sehr wichtiger Forschungszweig in der Antarktis. Zum einen, weil das Wetter dort einen enormen Einfluss auf das globale Klima hat; zum anderen, weil dort viele Wetterphänomene einzigartig sind. Eines davon sind die eiskalten Wolken, die wichtig für die Temperaturregulierung der Antarktis sind. Mithilfe eines grünen Lasers wollen die Forscher dem Geheimnis der Wolken auf die Spur kommen.

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Ursprung des antarktischen „Blutwasserfalls“ gelöst

Die Blutfälle liegen im Taylor Valley, einem der Täler der Dry Valleys in der Ostantarktis.

Die Blood Falls, ein Wasserfall in den Dry Valleys der Ostantarktis, hatte vor einiger Zeit für Aufsehen gesorgt, als Forscher mikrobielles Leben im roten Wasser gefunden hatten. Doch der Ursprung dieses einzigartigen Salzwassers, das seine Färbung aus Eisenoxid erhält, war bisher in den Weiten der antarktischen Gletscherwelt verborgen geblieben. Nun haben Forscher der Universitäten Fairbanks Alaska, Kalifornien, Tennessee und Ohio den Ursprung zurückverfolgt und fanden einen riesigen See unter dem Eispanzer.

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Moose in der Ostantarktis sehen trockener Zukunft entgegen

Die Windmill Inseln liegen nördlich der australischen Station Casey in der Ostantarktis. Viele der

Antarktika ist bekannt für ein lebensfeindliches Umfeld, eine Welt aus Eis, Schnee und Stein. Doch an wenigen Stellen finden sich regelrechte Oasen pflanzlichen Lebens. Vor allem Flechten und Moose gedeihen an diesen Orten prächtig. Eine solche Stelle befindet sich auf den Windmill Islands in der Ostantarktis. Nun haben Forscher der Universität Wollongong und der Australian Antarctic Division dort im Rahmen einer Langzeitstudie herausgefunden, dass in dieser grünen Oase mittlerweile rot und braun vorherrschen und die bisherigen Arten verdrängt werden.

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Tauchroboter entdecken überraschende CO2-Quelle im antarktischen Winter

Das Packeis hält Antarktika während der Wintermonate fest im Griff und die klimatischen und

Das Südpolarmeer wird allgemein als grosse Kohlendioxid-Senke betrachtet. Doch neueste Messergebnisse, die von autonomen Tauchrobotern erhoben worden sind, zeichnen ein anderes Bild: Im Winter entweichen nahe der Packeisgrenze grössere Mengen an Kohlendioxid in die Atmosphäre als bisher angenommen. Dies kann signifikante Auswirkungen auf die CO2-Bilanz in der Atmosphäre haben und die Geschwindigkeit, mit der sich die Erde erwärmt.

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Nördliche Gletscherschmelzen beeinflussen auch die südlichen Gletscher

Eisberge sind ein Zeichen von wachsenden oder schmelzenden Gletschern. In der Antarktis sind einige

Eine Gletscherschmelze auf der einen Seite der Erde kann auf der anderen Seite des Globus ebenfalls Gletscher in Bewegung bringen. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von AWI-Forschern, die eiszeitliche Ablagerungen von Meeresalgen untersucht und gestützt auf diese Daten Klimaberechnungen durchgeführt haben. Dabei aufgedeckte Prozesse sind beunruhigend: Bei weiterer Erwärmung der Ozeane können sie auch zum Abbau heutiger polarer Eismassen und zu einem raschen Anstieg des Meeresspiegels führen.

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