Moose in der Ostantarktis sehen trockener Zukunft entgegen

Die Windmill Inseln liegen nördlich der australischen Station Casey in der Ostantarktis. Viele der

Antarktika ist bekannt für ein lebensfeindliches Umfeld, eine Welt aus Eis, Schnee und Stein. Doch an wenigen Stellen finden sich regelrechte Oasen pflanzlichen Lebens. Vor allem Flechten und Moose gedeihen an diesen Orten prächtig. Eine solche Stelle befindet sich auf den Windmill Islands in der Ostantarktis. Nun haben Forscher der Universität Wollongong und der Australian Antarctic Division dort im Rahmen einer Langzeitstudie herausgefunden, dass in dieser grünen Oase mittlerweile rot und braun vorherrschen und die bisherigen Arten verdrängt werden.

Weiterlesen ...

Tauchroboter entdecken überraschende CO2-Quelle im antarktischen Winter

Das Packeis hält Antarktika während der Wintermonate fest im Griff und die klimatischen und

Das Südpolarmeer wird allgemein als grosse Kohlendioxid-Senke betrachtet. Doch neueste Messergebnisse, die von autonomen Tauchrobotern erhoben worden sind, zeichnen ein anderes Bild: Im Winter entweichen nahe der Packeisgrenze grössere Mengen an Kohlendioxid in die Atmosphäre als bisher angenommen. Dies kann signifikante Auswirkungen auf die CO2-Bilanz in der Atmosphäre haben und die Geschwindigkeit, mit der sich die Erde erwärmt.

Weiterlesen ...

Nördliche Gletscherschmelzen beeinflussen auch die südlichen Gletscher

Eisberge sind ein Zeichen von wachsenden oder schmelzenden Gletschern. In der Antarktis sind einige

Eine Gletscherschmelze auf der einen Seite der Erde kann auf der anderen Seite des Globus ebenfalls Gletscher in Bewegung bringen. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von AWI-Forschern, die eiszeitliche Ablagerungen von Meeresalgen untersucht und gestützt auf diese Daten Klimaberechnungen durchgeführt haben. Dabei aufgedeckte Prozesse sind beunruhigend: Bei weiterer Erwärmung der Ozeane können sie auch zum Abbau heutiger polarer Eismassen und zu einem raschen Anstieg des Meeresspiegels führen.

Weiterlesen ...

Rückgang des Pine Island Gletscher in der Antarktis erhellt

Das deutsche Forschungsschiff „Polarstern“ kartographierte den Meeresboden vor dem Pine Island

Der Pine-Island-Gletscher in der Westantarktis gehört nicht nur zu den am schnellsten fließenden Eisströmen auf der Südhalbkugel. In den zurückliegenden elf Jahren sind auch viermal große Eisberge von seiner schwimmenden Eiszunge abgebrochen. Wissenschaftlern an Bord des deutschen Forschungseisbrechers Polarstern ist es im Februar 2017 gelungen, jenen Meeresboden zu kartieren, der noch kurz zuvor vom Gletschereis bedeckt war. Ein Abgleich dieser neuen Karten mit Satellitenaufnahmen des Eisstromes verrät nun, warum sich der Gletscher plötzlich so weit Richtung Küste zurückgezogen hat: Er hatte an wichtigen Punkten die Bodenhaftung verloren.

Weiterlesen ...

Packeis schützt antarktische Eisschelfe vor dem Zerfall

Eisschelfe wie das riesige Rosseisschelf ragen viele hundert Kilometer weit ins Südpolarmeer.

Wer schon einmal im Südpolarmeer unterwegs war, weiss über die Wellen und deren Stärke ein wenig Bescheid. Angetrieben durch die vorherrschenden Westwinde, wandern die Wellen rund um die Antarktis und dessen Küste. Diese wiederum besteht zu einem wesentlichen Teil aus Eisschelf, mächtigen Gletscherzusammenflüssen, die wie Zungen hinausragen. Der Zerfall dieser Eiszungen hat in den letzten Jahren immer wieder Schlagzeilen gemacht. Nun hat ein internationales Forscherteam herausgefunden, was die Schelfe schützt vor den Wellen: Packeis!

Weiterlesen ...

Wie gedeihen die kleinen Meeresbewohner der antarktischen Halbinsel

Krill ist in seiner Entwicklung auf den Meereiszyklus angewiesen. Dabei schlüpfen die Larven der

Die Gewässer rund um die antarktische Halbinsel verändern sich aufgrund des Klimawandels schneller als andere Orte auf der Erde. Da stellt sich die Frage, wie sich die wichtigsten Meeresorganismen auf diese Veränderung einstellen. Dazu hat ein internationales Forscherteam unter der Leitung des Alfred-Wegener-Instituts einen Blick auf Krill und Salpen, kleine Tonnentierchen geworfen, mit überraschenden ersten Erkenntnissen.

Weiterlesen ...

Antarktische Robben helfen Forscher beim Datensammeln

Weddellrobben sind echte Antarktika-Bewohner und leben das ganze Jahr an der Eiskante und im

Wissenschaftliche Daten in der Antarktis zu sammeln, ist eine grosse Herausforderung für Forscher. Im Sommer ist es noch relativ einfach, in die Gebiete zu gelangen und Daten aufzunehmen. Doch um exakte Vorhersagen und Modelle erstellen zu können, sind ganzjährige Datensätze notwendig. Wissenschaftler der Universität East Anglia (UEA) sind daher neue Wege gegangen und haben sich Hilfe geholt.

Weiterlesen ...

Süsswasser von antarktischen Gletschern verstärken deren Abschmelzen

Der Mertz-Gletscher und seine Gletscherzunge liegen im australischen Sektor Antarktikas. Der

Eine neue Studie hat einen bisher undokumentierten Prozess aufgedeckt, in dem schmelzendes Gletschereis den Ozean so verändert, dass die Geschwindigkeit der Eisschmelze und des Meeresspiegelanstiegs weiter beschleunigt wird. Die Studie ergab, dass Gletscherschmelzwasser die Oberflächenschicht des Ozeans weniger salzig und schwimmfähiger macht, wodurch im Winter eine tiefe Vermischung verhindert wird und warmes Wasser in der Tiefe seine Wärme behält und die Gletscher weiter von unten schmilzt.

Weiterlesen ...

Scotts wissenschaftliches Erbe hilft beim Verständnis von Klimawandeleffekten

Die Discovery-Hütte auf Ross Island und im Hintergrund die US-amerikanische Basis McMurdo. Von

Im Rahmen der berühmten Discovery-Expedition von Sir Robert Falcon Scott 1901 – 1904 sammelten die Männer zahlreiche Proben, um das wissenschaftliche Verständnis zu Antarktika zu vergrössern. Über 100 Jahre später haben nun britische und amerikanische Forscher einige solche Proben untersucht. Ihre Resultate erlauben einen Einblick in die antarktische Ökologie vor der extensiven menschlichen Aktivität auf dem Kontinent und der restlichen Welt.

Weiterlesen ...

Die Totten-Gletscherzunge ist noch grösser als angenommen

Ein Forscherteam aus Australien und den USA haben den ganzen Sommer auf der Totten-Gletscherzunge

Das Tottengletschersystem ist einer der grössten und am schnellsten fliessenden Gletscher in Antarktika. Es wird angenommen, dass es eine der Hauptabflusssysteme des östlichen Kontinents ist und über die Totten-Gletscherzunge abfliesst. Doch nur wenig ist über die Zunge und ihre tatsächliche Grösse bekannt. Ein internationales Forschungsteam hat nun die Gletscherzunge seismologisch untersucht und entdeckt, dass die Zunge wohl um einiges grösser ist als bisher angenommen. Dies könnte das gesamte Gletschersystem anfälliger auf Schmelzprozesse reagieren.

Weiterlesen ...