• Grönland unterstützt Schweröl-Verbot in der Arktis

    Die Regierung in Nuuk hat bekanntgegeben, dass sie ein internationales Verbot von Schweröl in der Arktis aktiv unterstützen wird. Entsprechende Pläne hatte die Internationale Schifffahrtsorganisation IMO, die nun von der Regierung in Nuuk gutgeheissen wird. In einer Erklärung teilt die grönländische Regierung mit: "Naalakkersuisut hat sich entschlossen, aktiv an einem Verbot von Schweröl HFO in der Arktis via der UN IMO mitzuarbeiten. Das Verbot muss sowohl die Navigation wie auch den Transport von HFO in der Arktis umfassen." Verschiedene Umweltorganisationen haben den Schritt begrüsst und hoffen, dass weitere Regierungen, vor allem der Arktisanrainerstaaten folgen werden. Die Gründe für den Schritt begründet die Regierung mit dem nun vorliegenden Bericht des Ministeriums für Natur und Umwelt, welches die soziökonomischen, umwelt- und klimatechnischen Konsequenzen eines solchen Schrittes untersucht hatte. Die Regierung ist der Meinung, dass die Gefahren durch Umweltschäden höher sind als die Kosten, die durch das Verbot entstehen werden.

Biber verändern das Gesicht der Arktis

Die flachen Tundragebiete im Beringmeer sind im Sommer von Flüssen und kleinen Seen durchzogen,

Biber sind äußerst effektive Ökosystem-Ingenieure: Wenn eine Landschaft nicht ihren Vorstellungen entspricht, gestalten sie das Terrain einfach um. In gemäßigten Breiten haben sie das seit Jahrtausenden getan. Nun aber weiten sie ihr Betätigungsfeld aus und tauchen immer häufiger in der nordamerikanischen Arktis auf. Ein deutsch-amerikanisches Forscherteam hat untersucht, welche Folgen das hat. Demnach können die Tiere ganze Ökosysteme verändern und zum Auftauen des Dauerfrostbodens beitragen, schreiben die Forscher im Fachjournal Global Change Biology.

Weiterlesen ...

Fischevolution in der Antarktis ist schneller als in den Tropen

Die Fischarten der Antarktis sehen auf den ersten Blick aus, wie von einem anderen Planeten.

Eines der Merkmale von Kälte ist es, dass Lebensprozesse viel langsamer ablaufen als in wärmeren Gebieten. Dazu gehören beispielsweise die Schwimmbewegungen von Fischen. Auch die Artenvielfalt dieser Tiergruppe ist in tropischen Gebieten um einiges höher als in den polare Regionen. Und doch haben nun Forscher ein Paradoxon entdeckt, als sie die Gründe für den sogenannten „Breitengrad-Diversitätsgradienten“ herausfinden wollten: In den antarktischen Gewässern bilden sich neue Arten schneller als in den Tropen.

Weiterlesen ...

Me(h)er Verkehr in der Arktis stört nicht alle Bewohner

Alle Meeressäugetiere der Arktis wie beispielsweise die Bartrobben sind aufgrund von

Mit dem Wegschmelzen des arktischen Meereises öffnen sich neue Schifffahrtswege durch Gebiete, die bisher unberührt waren. Damit könnte ein Konflikt zwischen wirtschaftlichen Interessen und Naturschutz entstehen, an dessen Ende nur Verlierer stehen werden. Um die Risiken für die einzelnen Arten besser abschätzen zu können, hat eine internationale Forschungsgruppe alle sieben Meeressäugerarten untersucht und eine Risikobeurteilung erstellt. Wie erwartet schneiden Wale am schlechtesten ab, Eisbären dagegen besser, Robben liegen dazwischen.

Weiterlesen ...

Grösste Arktis-Expedition aller Zeiten geplant ab Herbst 2019

Die „Polarstern“ ist der Forschungseisbrecher im Dienst des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) und

Es wird die größte Arktis-Forschungsexpedition aller Zeiten: Im September 2019 wird der deutsche Forschungseisbrecher Polarstern vom norwegischen Tromsø in die Arktis aufbrechen und ein Jahr lang fest eingefroren im arktischen Eis durch das Nordpolarmeer driften. Versorgt von weiteren Eisbrechern und Flugzeugen werden insgesamt 600 Menschen aus 17 Ländern an der Expedition teilnehmen. Ein Vielfaches an Wissenschaftlern wird mit den Daten arbeiten, um die Klima- und Ökosystemforschung auf ein neues Niveau zu heben. Geleitet wird die Mission vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI).

Weiterlesen ...

Rückgang des Pine Island Gletscher in der Antarktis erhellt

Das deutsche Forschungsschiff „Polarstern“ kartographierte den Meeresboden vor dem Pine Island

Der Pine-Island-Gletscher in der Westantarktis gehört nicht nur zu den am schnellsten fließenden Eisströmen auf der Südhalbkugel. In den zurückliegenden elf Jahren sind auch viermal große Eisberge von seiner schwimmenden Eiszunge abgebrochen. Wissenschaftlern an Bord des deutschen Forschungseisbrechers Polarstern ist es im Februar 2017 gelungen, jenen Meeresboden zu kartieren, der noch kurz zuvor vom Gletschereis bedeckt war. Ein Abgleich dieser neuen Karten mit Satellitenaufnahmen des Eisstromes verrät nun, warum sich der Gletscher plötzlich so weit Richtung Küste zurückgezogen hat: Er hatte an wichtigen Punkten die Bodenhaftung verloren.

Weiterlesen ...

Packeis schützt antarktische Eisschelfe vor dem Zerfall

Eisschelfe wie das riesige Rosseisschelf ragen viele hundert Kilometer weit ins Südpolarmeer.

Wer schon einmal im Südpolarmeer unterwegs war, weiss über die Wellen und deren Stärke ein wenig Bescheid. Angetrieben durch die vorherrschenden Westwinde, wandern die Wellen rund um die Antarktis und dessen Küste. Diese wiederum besteht zu einem wesentlichen Teil aus Eisschelf, mächtigen Gletscherzusammenflüssen, die wie Zungen hinausragen. Der Zerfall dieser Eiszungen hat in den letzten Jahren immer wieder Schlagzeilen gemacht. Nun hat ein internationales Forscherteam herausgefunden, was die Schelfe schützt vor den Wellen: Packeis!

Weiterlesen ...

Forscher lüften teilweise Geheimnis der Narwal-Laute

Narwale gehören zu den Zahnwalen und sind mit den Belugas verwandt. Wie diese, leben sie in

Narwale gehören mit Abstand zu den geheimnisvollsten und am wenigsten erforschten Arktisbewohner. Weil sie meist entweder am Packeisrand oder in den Weiten des Arktischen Ozean leben und nur selten in Küstennähe, wissen wir nur wenig über ihr Verhalten und ihre Lebensweise. Ein internationales Forscherteam hat nun ein wenig mehr über ihre Laute und ihr entsprechendes Verhalten herausgefunden. Dazu nutzten die Wissenschaftler eine Palette von Messinstrumenten.

Weiterlesen ...

Australien plant asphaltierte Landebahn in der Antarktis

Die grössten Flugzeuge, die in die Antarktis fliegen, sind die C-17-Transporter der US-Amerikaner

Mit dem Flugzeug in die Antarktis ist heutzutage durchaus möglich, die nötigen finanziellen Mittel vorausgesetzt. Für die Versorgung der antarktischen Stationen ist diese Transportform sogar unerlässlich, da diese Stationen teilweise zu weit von der Küste entfernt sind oder das Packeis ein Anlaufen der Schiffe verunmöglichen könnte. Nun plant Australien eine befestigte Landebahn für seine grossen Versorgungsflugzeuge, um die ganzjährig bemannten Stationen besser versorgen zu können.

Weiterlesen ...

Wie gedeihen die kleinen Meeresbewohner der antarktischen Halbinsel

Krill ist in seiner Entwicklung auf den Meereiszyklus angewiesen. Dabei schlüpfen die Larven der

Die Gewässer rund um die antarktische Halbinsel verändern sich aufgrund des Klimawandels schneller als andere Orte auf der Erde. Da stellt sich die Frage, wie sich die wichtigsten Meeresorganismen auf diese Veränderung einstellen. Dazu hat ein internationales Forscherteam unter der Leitung des Alfred-Wegener-Instituts einen Blick auf Krill und Salpen, kleine Tonnentierchen geworfen, mit überraschenden ersten Erkenntnissen.

Weiterlesen ...

Neuseeländisch-Australische Grönlanddurchquerung erfolgreich beendet

Die Expedition der jungen Entdecker startete am 4. Mai in Kangerlussuaq an der Westküste

Trotz Stürmen, schwerem Schneefall und Krankheit haben die sechs Teilnehmer der Inspiring Explorer Expedition des neuseeländischen Antarctic Heritage Trust ihr Ziel erreicht. Die 560 Kilometer lange Ski-Expedition zur Durchquerung der grönländischen Eiskappe wurde am 2. Juni 2018 erfolgreich beendet. Die Jungentdecker sind bereits wieder zuhause in Neuseeland und Australien, um sich auf die PR-Tour danach vorzubereiten.

Weiterlesen ...