Grösstes russisches Trockendock in Murmansk gesunken

Der Hafen von Murmansk liegt tief in einem Fjord und ist der einzige grosse eisfreie Hafen an der

Murmansk im hohen russischen Norden gilt als eines der Tore in die Arktis. Nicht von ungefähr haben hier sowohl die russische Eisbrecherflotte wie auch das russische Militär ihren Hauptstützpunkt im Norden. Denn Murmansk und die umliegenden Orte sind die einzigen ganzjährig eisfreien Häfen entlang der riesigen Nordküste. Nun versank aber am 30. Oktober das riesige schwimmende Trockendock PD-50, eines der grössten der Welt, nach einer technischen Panne in den eisigen Fluten. Pikant: just zu dem Zeitpunkt befand sich der einzige russische Flugzeugträger für Wartungsarbeiten in diesem Dock.

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Altes Schottisches Walfangschiff in der kanadischen Arktis gefunden

Die Baffin Bay, die zwischen Kanada und Westgrönland liegt, ist ein bekanntes und beliebtes Ziel

Die kanadische Arktis ist nicht nur ein Naturparadies. Auch geschichtlich hat die Region enorm viel zu bieten. Die Gewässer zwischen Grönland und Kanada waren lange Zeit auch ein beliebtes Walfanggebiet. Jedoch sind nur wenige Relikte aus dieser Zeit entdeckt worden. Nun haben Wissenschaftler der Universität Calgary ein verlorengeglaubtes schottisches Walfangschiff entdeckt: die Nova Zembla, die 1902 bei eine Sturm in der Baffin Bay untergegangen war. Der Fund ist ein archäologischer Glücksfall und erweitert das Wissen um Walfang aus dieser Zeit enorm.

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Moose in der Ostantarktis sehen trockener Zukunft entgegen

Die Windmill Inseln liegen nördlich der australischen Station Casey in der Ostantarktis. Viele der

Antarktika ist bekannt für ein lebensfeindliches Umfeld, eine Welt aus Eis, Schnee und Stein. Doch an wenigen Stellen finden sich regelrechte Oasen pflanzlichen Lebens. Vor allem Flechten und Moose gedeihen an diesen Orten prächtig. Eine solche Stelle befindet sich auf den Windmill Islands in der Ostantarktis. Nun haben Forscher der Universität Wollongong und der Australian Antarctic Division dort im Rahmen einer Langzeitstudie herausgefunden, dass in dieser grünen Oase mittlerweile rot und braun vorherrschen und die bisherigen Arten verdrängt werden.

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Russische Eiskappe schmilzt in Rekordtempo ab

Der russische Inselarchipel Sewernaja Semlja liegt an der russischen Nordmeerküste vor der Taymyr

Nicht nur die grönländische Eiskappe, die zweitgrösste der Welt, schmilzt aufgrund des Klimawandels ab. Auch in der russischen Arktis, fast unentdeckt von der Weltöffentlichkeit, werden die gewaltigen Eisdome auf den verschiedenen Inseln entlang der Küste immer kleiner. Eine Forschungsgruppe des CIRES (Cooperative Institute für Research in Environmental Sciences) der Colorado Universität entdeckte aufgrund von Satellitenaufnahmen, dass die Vavilov-Eiskappe auf Sewernaja Semlja innerhalb eines Jahre um 25 Meter pro Tag vorgestossen ist und dabei mehr als 4 Gigatonnen Eis verloren hat. Ein solches Tempo wurde bisher noch nirgends sonst gemessen.

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Wenn die Nahrung von Pinguinen zurückschlägt

Eselspinguine sind die drittgrösste Pinguinart und werden bis zu 75 cm gross und 7 kg schwer. Sie

Pinguine stehen in der Nahrungshierarchie des Südpolarmeeres relativ weit oben. Besonders Eselspinguinen haben ein breites Nahrungsspektrum, welches sie in losen Verbänden in den Weiten des südlichen Ozeans jagen. Doch man weiss nur wenig über die Jagdstrategien der Tiere. Forscher haben daher Tiere mit Minikameras ausgestattet, um die Jagd zu dokumentieren. Dabei zeigte sich, dass die harmlos scheinende Beute sich durchaus zu wehren weiss.

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Das arktische Meereis schmilzt unvermindert weiter

Der Arktische Ozean ist mit einer Fläche von rund 14 Millionen Quadratkilometer der kleinste

In den vergangenen Jahren wurde diese Meldung schon fast zu einer Normalität: Wenn rund Mitte September die Sommerschmelze des arktischen Meereises ihr Maximum erreicht, wird wieder mehr Eis verschwunden sein, als in den Vergleichsjahren 1979 – 2006. Noch rund 4.4 Millionen Quadratkilometer des Arktischen Ozeans werden mit Eis bedeckt sein, wie Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung und der Universität Bremen berichten.

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AECO testet den Ernstfall mit arktischen Such- und Rettungsbehörden

Die Schiffe von AECO-Mitgliedern sind speziell für den Einsatz in den polaren Regionen gebaut

Durch das Schwinden des arktischen Meereises werden immer mehr Schiffe im Arktischen Ozean unterwegs sein. Auch Schiffe für touristische Aktivitäten sind immer häufiger darunter. Die AECO, der Verband der arktischen Kreuzfahrtveranstalter, möchte sicherstellen, dass der Tourismus mit den Schiffen dabei die höchsten Umwelt- und Sicherheitsstandards einhalten wird. Dazu hat der Verband mit den verschiedenen Such- und Rettungsbehörden der Arktisanrainerstaaten eine Kooperation gebildet und lädt regelmässig zu Treffen ein. Dort werden Szenarien am Übungstisch entwickelt, um die Zusammenarbeit zwischen den Stellen zu verbessern. Der neueste Bericht der letzten Übung vom April in Islands Hauptstadt zeigt, wie wertvoll der Beitrag von Expeditionsschiffen sein kann im Notfall.

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Küstenerosion in der Arktis nährt sich selber

In der kanadischen Arktis wurde auf Herschel Island der Rückgang der Küstengebiete in einem

Der Verlust arktischer Permafrostböden durch die Erosion der Küste könnte künftig zu einer Verstärkung des Treibhauseffekts führen. Das zeigen Untersuchungen von Sedimentproben aus dem Ochotskischen Meer an der Ostküste Russlands, die AWI-Wissenschaftler analysiert haben. Ein Verlust von Permafrostböden in dieser Region führte zum Ende der letzten Eiszeit gleich mehrfach zu einer plötzlichen Zunahme der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre.

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Antarktische Krebse kidnappen Schnecken zum Schutz vor Feinden

Das Südpolarmeer ist nicht eine leere Wasserwüste. Unter der Oberfläche treiben unzählige

Als kleine Flügelschnecke im Südpolarmeer ist das Leben nicht einfach. Überall lauern Fressfeinde, die abgewehrt werden müssen. Dazu produzieren die Tiere chemische Stoffe. Doch grössere Flohkrebse, die eine wichtige Rolle in der antarktischen Nahrungskette spielen, kidnappen die kleinen Schnecken und nehmen sie Huckepack als Schutzschild gegen Fische. Dieses Verhalten war bisher nur bei Arten in Küstenbereichen bekannt. Nun haben AWI-Forscher dasselbe Verhalten bei Hochseearten im Südpolarmeer entdeckt.

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Bleivergiftung war nicht schuld am Schicksal der Franklin-Expedition

Die Suche nach der legendären Nordwestpassage, die den Seeweg zwischen Atlantik und Pazifik hätte

Das Schicksal der Franklin-Expedition 1845, die auf der Suche nach der arktischen Nordwest-Passage war, wirft auch heute noch viele Fragen auf. Unbestritten ist, dass alle 129 Mitglieder der Expedition den Tod fanden. Einer der diskutierten Gründe dafür soll eine massive Bleivergiftung durch verunreinigte Konserven gewesen sein. Forscher der McMaster Universität haben nun an Haarproben eines Crew-Mitglieds herausgefunden, dass diese Bleibelastung nur einer der Faktoren war, die zum Tode geführt hatten.

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