Erfolgreich Gemüse am Südpol gezüchtet

EDEN-ISS-Gewächshaus unter Polarlichtern

Wer in Wüsten und kalten Regionen Nahrungsmittel produzieren kann, dem sollte das auch unter den lebensfeindlichen Bedingungen zukünftiger Raumfahrtmissionen zum Mond oder Mars gelingen. Das jedenfalls ist die Erwartung der Forscher eines Projekts mit dem beziehungsreichen Namen EDEN-ISS – ISS ist auch das Kürzel für die Internationale Raumstation. Geleitet wird das Projekt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

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Große Eisbewegungen fördern Methanaustritt am Meeresboden

Teil eines Bohrkerns vom Vestnesa-Rücken mit gut sichtbarem Seep-Karbonat.Foto: MARUM – Zentrum

Wenn sich in der Arktis die Eisdicke an Land im Laufe der letzten 160 000 Jahre stark veränderte, so kam es am Meeresboden entlang des Kontinentalrandes westlich von Spitzbergen verstärkt zur Emission von Methan. Das hat ein Team von Forschern aus Norwegen, Großbritannien, Estland und Deutschland anhand von Bohrkern-Analysen herausgefunden. Offensichtlich aktivieren große Eisbewegungen Verwerfungen in der Erdkruste, so dass es am Meeresboden verstärkt zu Methanleckagen kommt. Methan ist der Hauptbestandteil von Erdgas und 25-mal so klimawirksam wie Kohlendioxid (CO2). Die Wissenschaftler berichten in einer aktuellen Studie in der Zeitschrift „Science Advances“ über ihre Arbeit. „Unsere Ergebnisse zeigen einen Zusammenhang zwischen sich ändernden kontinentalen Eismengen und Tiefsee-Methanemissionen in der Arktis“, resümiert der Erstautor Dr. Tobias Himmler vom Norwegischen Geologischen Dienst (NGU).

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Duftende Arktis

Forscher der Universität Kopenhagen nutzen für ihre Untersuchungen in Abisko, Schweden,

Der Duft, der von Pflanzen ausgeht, beruht auf einer Mischung kleiner Moleküle, die leicht verdunsten. Diese Duftstoffe ziehen Insekten an oder – im Gegenteil – vertreiben sie. Zugleich beeinflussen sie erheblich die physikalischen und chemischen Eigenschaften der Atmosphäre sowie das Klima. Forscher der Universität Kopenhagen haben untersucht, wie sich die Klimaerwärmung und eine dadurch erhöhte Aktivität der Insekten darauf auswirkt, wie viel flüchtige Duftstoffe die Pflanzen in der Arktis freisetzen. Ihre Ergebnisse haben sie in der angesehenen Fachzeitschrift Nature Plants veröffentlicht. Demnach werden sich die pflanzlichen Emissionen unerwartet deutlich erhöhen. Der Grund: Insekten werden durch Fraß das Blattwerk vermehrt schädigen – und die Pflanzen werden auf diesen Stress mit einem verstärkten Ausstoß von flüchtigen Subtanzen reagieren.

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Island übernimmt Vorsitz des Arktischen Rates

Die Sitzung des Arktischen Rates im finnischen Rovaniemi im Mai. Jouni Porsanger / Ministry for

Island hat nun für zwei Jahre den Vorsitz des Arktischen Rates. Das Land übernahm diese Aufgabe im Mai von Finnland – bei dem Ministertreffen des Arktisrates im finnischen Rovaniemi. Dort bekräftigten die Außenminister von Kanada, Dänemark, Finnland, Island, Norwegen, Russland, Schweden und den USA in einer Erklärung ihre Übereinkunft, Frieden, Stabilität und konstruktive Zusammenarbeit in der Arktis zu bewahren. In den Rat mit seinen acht Mitgliedsstaaten als „Ständige Teilnehmer“ aktiv eingebunden sind sechs Organisationen, die die indigenen Völker der Arktis vertreten.

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Die Routen der Inuit

Inuit benutzen häufig Motorschlitten. Die Witterungsverhältnisse, insbesondere die Temperatur,

Die Klimaerwärmung in der Arktis bedroht die Routen, auf denen sich die Inuit beispielsweise zwischen ihren Siedlungen oder beim Jagen und Fischen bewegen. Viele dieser Routen sind – abhängig von Jahreszeit und Wetter – nur zeitweilig zu benutzen und verlaufen über Meereis, Meerwasser, Land, Seen und Flüsse. Ein internationales Forscherteam fand nun heraus, dass die Klimaerwärmung die Nutzbarkeit dieser Routen durch die Inuit weniger beeinträchtigt als befürchtet.

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Pinguin-Kot ist Grundlage für Artenvielfalt

Eselspinguine, Trinity Island, Antarktische Halbinsel, ©Vreni

Was Pinguine und Robben hinterlassen, fördert die biologische Vielfalt in der Antarktis. Wie niederländische und britische Forscher im Fachmagazin Current Biology berichten, finden sich in der Nähe von Pinguin- und Seeelefanten-Kolonien sogenannte Biodiversitäts-Hotspots – Gebiete mit besonders großer Artenvielfalt. Diese Hotspots sind bis zu 240-mal größer als die Tierkolonien selbst. Ein Kennzeichen der Hotspots ist, dass dort besonders viele Moos- und Flechtenarten zu finden sind. Zugleich kommen dort zwei- bis achtmal mehr Arten an wirbellosen Tieren vor wie in den benachbarten Arealen. Die Hotspots umfassen Bereiche, die mehr als 1000 Meter von den Grenzen der Kolonien entfernt sind.

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Algen und Bakterien bilden Dünger im Arktischen Ozean

Das Packeis im Arktischen Ozean ist ein echter Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren und Algen.

Wissenschaftler haben gezeigt, dass die Partnerschaft zwischen Algen und Bakterien Stickstoff im arktischen Ozean neu verfügbar macht. Der mikrobielle Prozess der „Stickstofffixierung“ wandelt das Element in eine Form um, die Organismen verwenden können, und wurde kürzlich in den kalten polaren Gewässern entdeckt. Dies könnte eine Folge des Klimawandels sein und sich auf globale chemische Zyklen auswirken, heisst es in der veröffentlichten Studie.

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Grösste Solarfarm in der Antarktis erhellt australische Station

Die australische Station Casey liegt im Wilkes Land in der Ostantarktis. Im Sommer leben hier etwa

Die Energie, mit der antarktische Stationen bisher betrieben worden sind, stammte praktisch ausschliesslich aus Diesel-betriebenen Generatoren. Gerade in der Antarktis scheint die paradox, wird doch gerade hier sehr stark darauf geachtet, den menschlichen Einfluss so gering wie möglich zu halten. Doch eine Abkehr von fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren Energiemöglichkeiten ist gross im Kommen. Die australische Station Casey in der Ostantarktis hat an ihrem «Green Store» 105 Solarpaneele eingebaut, zur Stromproduktion. Dies ist ein erster Schritt der Australier, ihre Stationen von den fossilen Brennstoffen loszulösen.

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Neue Karte zeigt arktische Landbrücke zwischen Russland und USA

Der Blick vom äussersten östlichen Ende des eurasischen Doppelkontinents zeigt die Beringstrasse,

Die Beringstrasse zwischen Eurasien und Nordamerika war nicht immer eine Wasserstrasse. Vor 18'000 Jahren, dem Höhepunkt der letzten Eiszeit, lag das Gebiet frei und verband die beiden Kontinente. Das eigentlich arktische Gebiet sah aber auch nicht sehr arktisch aus, trotz der Bedingungen. Eine neuerstellte Karte zeigt nur sehr detailliert, wie die Landbrücke tatsächlich aussah.

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Schwarzer Kaiserpinguin bei Filmaufnahmen entdeckt

Die grösste Pinguinart, Kaiserpinguine, brüten auf dem Festeis rund um den antarktischen

Kaiserpinguine gelten als die Ikonen der Antarktis. Keine andere Pinguinart bewegt so stark wie diese grösste Pinguinart, nicht zuletzt dank der speziellen Färbung. Der schwarze Rücken und der weisse Bauch sind herausragend und dienen gerade unter Wasser der Tarnung, der farbige Bereich wahrscheinlich der individuellen Erkennung. Diese schwarz-weiss Färbung ist charakteristisch für Pinguine. Da erscheint eine Abweichung besonders eigentümlich, vor allem eine komplett schwarze Färbung. Genau diese hat ein Filmteam der BBC bei der Erstellung einer Folge für die Hit-Serie «Dynasties» entdeckt.

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