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Fünf Arktistourismusorganisationen haben sich zusammengeschlossen, um Richtlinien für Besucher von arktischen Gemeinden zu erstellen. Zusätzlich zu den generellen Ratschlägen, wie man sich verhalten soll, haben die Organisationen auch ein Werkzeug präsentiert, welches den Gemeinden erlauben wird, ihre eigenen, an ihre Bedürfnisse angepassten Richtlinien zu erstellen.

Gemeinden entlang der westgrönländischen Küste erhalten oft Besuch von Eisbergen und Touristen. Die letzteren möchten die ersteren sehen. Dies bedeutet eine wertvolle Einnahmequelle für diese Gemeinden. Bild: Michael Wenger
Gemeinden entlang der westgrönländischen Küste erhalten oft Besuch von Eisbergen und Touristen. Die letzteren möchten die ersteren sehen. Dies bedeutet eine wertvolle Einnahmequelle für diese Gemeinden. Bild: Michael Wenger

Im vergangenen April haben die Gesellschaft der Arktis-Expeditionskreuzfahrtenbetreiber AECO, Visit Greenland, Cruise Iceland, Visit Svalbard und das nordnorwegische Tourismusbehörde Richtlinien für Touristen in Arktisgemeinden präsentiert. Diese Richtlinien, die Reisende mit den Gepflogenheiten bei Besuchen in arktischen Gemeinden bekannt machen sollen, wurden in Zusammenarbeit mit den lokalen Interessensvertretern entwickelt. Neben generellen Ratschlägen, ist auch eine Vorlage eingebaut worden, die von den Gemeinden zur Ausarbeitung ortsspezifischer Regelungen und Richtlinien verwendet werden können. Frigg J Jørgensen, die Geschäftsführerin der AECO, hofft, dass das neue Werkzeug als Quelle für jeden, der möchte, dass Tourismus in der Arktis etwa Positives hinterlässt. „Wir setzen uns für einen nachhaltigen Tourismus in der Arktis ein und der soziale und kulturelle Austausch zwischen Besuchern und Einheimischen ist eins ehr wichtiger Aspekt davon. Wir wissen, dass viele arktische Gemeinden die wirtschaftlichen Möglichkeiten von verstärktem Tourismus willkommen heissen. Daher möchten wir den Touristen und Betreiber zeigen, wie sie sicherstellen können, dass ihr Besuch der lokalen Gemeinde helfen kann,“ erklärt sie. Die Richtlinien beinhalten verschiedene Aspekte, von kulturellen Überlegungen bis zu Empfehlungen zum Kauf von Souvenirs.

Besucher von ausserhalb Grönlands sind in den Gemeinden häufig Höhepunkte und ein guter Grund, aktiv zu werden. Die neuen Richtlinien sollen die Interaktionen zwischen Besuchern und Einheimischen stärken. Credit: Mads Pihl
Besucher von ausserhalb Grönlands sind in den Gemeinden häufig Höhepunkte und ein guter Grund, aktiv zu werden. Die neuen Richtlinien sollen die Interaktionen zwischen Besuchern und Einheimischen stärken. Credit: Mads Pihl

Anders la Cour Vahl, Vizegeschäftsführer von Visit Greenland, unterstreicht, dass eines der Ziele des Projekts gewesen sei, Erfahrungen der Gemeinden mit den Reisebetreibern zu teilen. „Ultimativ sind es ja die Gemeinden, die in Zusammenarbeit mit den Betreibern am besten wissen, wie man den Besuchern beibringt, was sie tun können und was nicht. Wir sind sehr erfreut, eine Vorlage präsentieren zu können, mit der gemeindespezifische Richtlinien entwickelt werden können. Die Vorlage ist ein Anfang für die Orte, die mit den Betreibern zusammenarbeiten möchten, um den Touristen zu zeigen, wie sie einen positiven Einfluss haben können. Durch das gemeinsam Format wird es für Besucher und Betreiber einfacher, sich daran zu erinnern, was sie an jedem Besuchsort beachten sollten,“ meint La Cour Vahl. Das Projekt wird durch den Nordic Fund finanziert und die Richtlinien und die Vorlage werden von allen Projektbeteiligten zur Verfügung gestellt.

Arbeitsplätze sind in vielen grönländischen Gemeinden Mangelware. Die Bewohner von Orten wie Siorapaluk leben von der Jagd und Fischerei und haben wenig Abwechslung. Dies bringt Probleme mit sich für Besucher und Bewohner, wenn die ersteren doch einmal vorbeikommen. Bild: Michael Wenger
Arbeitsplätze sind in vielen grönländischen Gemeinden Mangelware. Die Bewohner von Orten wie Siorapaluk leben von der Jagd und Fischerei und haben wenig Abwechslung. Dies bringt Probleme mit sich für Besucher und Bewohner, wenn die ersteren doch einmal vorbeikommen. Bild: Michael Wenger

Quelle: AECO